Seminar: Krisen und Katastrophen - erfolgreiche und erfolglose Prozesse sozialen Wandels Wintersemester 2009/2010 Inhalt Wandel und somit auch sozialer Wandel ist eine unvermeidbare Tatsache – man steigt niemals zweimal in denselben Fluss, wie bereits Heraklit im 5. Jh. v. Chr. wusste. Der Mensch hat sich an diesen Wandel angepasst und gleichsam mit dem Fluss zu schwimmen gelernt. Er meidet jedoch Stromschnellen, die ihn mitreißen könnten und jeglicher Orientierung berauben. Aus dem alltäglichen, kaum mehr wahrgenommenen Wandel kann ein „krasser“ oder gar „entsetzlicher“, den Menschen überfordernder Wandel werden. Er verliert das Steuer aus der Hand und wird zum Getriebenen. Am Anfang des 21. Jh. scheint es, als habe die Menschheit als Ganze größte Schwierigkeiten, das Steuer zu halten, als sei die Orientierung bereits weitgehend entschwunden. Das Wort von der Krise ist allge-genwärtig, der Wandel scheint sich zu radikalisieren. Droht gar das Scheitern der Gattung, das Ende ihrer Evolution? Im Verlauf dieses Seminars fragen wir zunächst nach Unterscheidungsmerkmalen und strukturellen Bedingungen von normalem und er-folgreichem, krisenhaftem und krassem erfolglosen Wandel. Anhand verschiedener Beispiele wird dann vertiefend diskutiert, inwieweit Gegenwartsgesellschaften aus er-folglosem Wandel lernen. |
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